Was macht Äpfel so gesund?

„An apple a day keeps the doctor away“ – diesen Spruch kennt jedes Kind, doch wie viel Wahrheit steckt eigentlich dahinter?
Sind Äpfel wirklich so gesund wie alle behaupten? Unsere klare Antwort lautet: Ja. Äpfel beliefern unseren Körper mit einer Vielzahl an wichtigen Vitaminen und beugen verschiedenen Krankheiten vor. Wir haben euch die wichtigsten Eigenschaften vom beliebtesten Obst der Deutschen im Folgendem zusammengefasst.

Die meisten Vitamine stecken in der Schale
Äpfel stecken voller Vitamine, unter anderem Provitamin A, Vitamin B1, B2 und B6, viel Vitamin C, Vitamin E
sowie Niacin und Folsäure.

Wichtig: Ihr solltet immer die Schale vom Apfel mitessen, denn in dieser befinden sich etwa 70 Prozent der Vitamine. Außerdem hat sie noch viel Eisen, Magnesium, ungesättigte Fette und bioaktive Substanzen zu bieten. Zudem ist es wichtig, dass ihr den Apfel vorm Verzehr wascht, um Pestizid-Rückstände zu entfernen.

Linderung des Schlaganfallrisikos
Das weiße Fruchtfleisch der Äpfel beugt dem Risiko von Schlaganfällen vor. Dies fanden niederländische Wissenschaftler in einer Studie heraus. Sie untersuchten die Anzahl der erstmals aufgetretenen Schlaganfälle bei etwa 20.000 Menschen, die im Durchschnitt 41 Jahre alt waren. Zu Beginn der Studie hatten die Teilnehmer keine Herz-Kreislauferkrankungen und wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich zu ihren Essgewohnheiten befragt. Innerhalb dieser 10 Jahre kam es zu 233 Schlaganfällen bei den Teilnehmern. Ein Ergebnis dieser Studie war, dass ein hoher Konsum von Obst und Gemüse mit weißem Fruchtfleisch das Schlaganfallrisiko um 52 Prozent senken kann.

Gut für den Cholesterinspiegel
Äpfel beugen Arterienverkalkung und Herzinfarkt vor. Dies fanden Wissenschaftler an der Florida State University heraus. Dafür ist vor allem der hohe Gehalt an Pektin verantwortlich. Dieser Stoff sorgt dafür, dass der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird. Das Pektin steckt wieder, wie viele andere wichtige Stoffe, in der Schale. Daher: immer die Schale mitessen!

Abnehmen mit Äpfeln
Äpfel halten lange satt und können deswegen beim Abnehmen helfen. Hierfür ist wieder der Ballaststoff Pektin verantwortlich. Dadurch, dass dieser den Blutzuckerspiegel konstant hält, lässt das Hungergefühl länger auf sich warten. In einer Studie fand man, dass Probanden, die einen Apfel vor der Hauptmahlzeit zu sich nahmen, etwa 15 Prozent weniger von der Hauptmahlzeit aßen. Die Probanden sparten somit mindestens 60 kcal.

Die besten Apfelsorten
Apfel ist nicht gleich Apfel – es gibt viele verschiedene Sorten. Wir würden euch vor allem die alten Sorten empfehlen, denn diese schmecken meist besser und sind auch gesünder. Sie gedeihen nämlich weniger in Obstplantagen, sondern vielmehr auf der Streuobstwiese. Sie benötigen dadurch weniger Pestizide und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Moderne Apfelsorten, die in Obstplantagen wachsen, werden im Jahr mehrmals gegen Pilzinfektionen gespritzt und bilden daher kaum sogenannte Polyphenole. Diese wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Sie haben allerdings noch viele andere positive Auswirkungen auf unseren Körper. Die alten Apfelsorten müssen die Polyphenole allerdings noch selbst bilden und sind somit umso gesünder für uns. Wir haben euch hier eine Auswahl an alten Apfelsorten bereitgestellt:

  • Alkmene
  • Berlepsch
  • Boskoop
  • Cox Orange
  • Goldparmäne
  • Gravensteiner
  • Santana

Trotz allen positiven Eigenschaften von Äpfeln würden wir euch dennoch empfehlen hin und wieder mal zum Arzt zu gehen und nicht nur einen Apfel zu essen und auf eine Wunderheilung zu hoffen ;)


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